Hurra, hurra, die Antifa war da
Am Samstag konnten die Erfurter Antifaschistinnen sehen, dass sie weder allein noch isoliert sind. Wir haben viel Beifall und Unterstützung bekommen – aus den Fenstern, von den Balkons und aus den Vorgärten.
Es ist nicht gelungen, den Parteitag zu verhindern. Was wäre dann auch gewonnen gewesen? Aber es wurde den Rechten gezeigt, wie viele Menschen bereits jetzt bereit sind, sich ihnen buchstäblich in den Weg zu stellen.
Das braune Gesindel versucht, im Müllwind der Geschichte zu segeln. Nazi-Zitate und Revisionistische Propaganda sind allgegenwärtig. Es will sich mit historischen Leichenbergen als Hoffnung anbieten für die Abgehängten, an den Rand gedrückten, Ungehörten.
Manchen mag seine Unterstützung als größtmöglicher Stinkefinger gegenüber dem Establishment attraktiv erscheinen. Dabei betreibt es das Geschäft der Eliten, wenn es den Klassenkampf von Oben durch Kulturkampf überdeckt und die Gesellschaft durch Schattenkämpfe um „Rasse“ und „Geschlecht“ spaltet.
Es tat gut, gegen diese Partei auf die Strassen zu gehen. Um sie zu bekämpfen braucht es eine Politik, die niemanden zurücklässt und wo jede Stimme zählt.

